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Staatliche Realschule Berching
Uferpromenade 14
92334 Berching
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„Gemeinsam Klasse sein“

Ein Projekt zur Prävention von Mobbing und Cybermobbing

Es war eine tolle Erfahrung!“, „Ich muss im Klassenchat besser aufpassen, was ich schreibe“ oder aber „Dass es wirklich sehr wehtun muss, gemobbt zu werden!“ sowie „Hilfe holen ist kein Petzen“ sind nur einige Aussagen von Schüler*innen, die deutlich machen, dass das Projekt an unserer Schule auch zukünftig fortgesetzt werden sollte.

Das Projekt „Gemeinsam Klasse sein“ ist ein Konzept, welches Schulen in die Lage versetzt, präventiv und nachhaltig gegen entstehendes Mobbing und Cybermobbing vorzugehen. Ziel ist es, Schüler*innen und Lehrer*innen, aber auch Eltern für das Thema zu sensibilisieren und so gemeinsam an einem gewaltfreien Lernumfeld in den Klasse zu arbeiten.

Das Schulprojekt wurde von der Beratungsstelle Gewaltprävention der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg sowie der Krankenkasse „Die Techniker“ entwickelt und bereits im Vorfeld an Testschulen erfolgreich erprobt. Seit dem letzten Schuljahr wird das Konzept nun gemeinsam mit den zuständigen Fachbehörden und dem Kultusministerium auch in Bayern vorgestellt.

Nach Absprache mit allen Beteiligten der Schulfamilie herrschte Konsens darüber, dass dieses Projekt zur Mobbingprävention an unserer Schule installiert werden soll. Ein Team aus vier Lehrkräften hat sich daraufhin in das Projekt eingearbeitet und in den 6. Klassen jeweils im Rahmen von zwei Projekttagen durchgeführt. Dabei wurden folgende Themen bearbeitet:

  • Was ist Mobbing und was schützt davor?
  • Wie können wir uns gegenseitig in Mobbingsituationen helfen?
  • Was ist das Besondere an Cybermobbing?
  • Was ist wichtig für den Umgang miteinander in unserer Klasse?

Die Schüler*innen haben in Übungen und Gesprächen erforscht, wie sie positiv und konstruktiv miteinander umgehen können. Auch wurden Rollenspiele und Gruppenarbeiten durchgeführt, um das soziale Miteinander zu stärken und Impulse zur Sensibilisierung zu setzen. Verschiedene Filme und Erklärvideos unterstützten diesen Vorgang und machten deutlich, welche negativen Folgen Mobbing für die Betroffenen haben kann. Die Schüler*innen wurden dabei auch ermutigt, selbst aktiv zu werden, um Mobbing gar nicht erst entstehen zu lassen. Darüber hinaus wurden auch theoretische Grundlagen, wie die rechtlichen Folgen von Cybermobbing etc…, besprochen und anschließend darauf basierend Regeln für den Klassenchat erarbeitet.

Nachdem wir Lehrkräfte, die das Konzept betreuen, unter dem Motto „wer nichts wagt, der nicht gewinnt“ in das Schulprojekt gingen, können wir nun nach Durchführung sagen, wir haben es gewagt und wir haben „gewonnen!“. Alle Beteiligten haben durchweg ein positives Feedback gegeben und sehr viele Informationen, Eindrücke und Erfahrungen daraus gezogen.

Bettina Schels