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Staatliche Realschule Berching
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„Zeus donnert und blitzt“ an der Realschule Berching


Wieder einmal machte die „Neue Werkbühne München“ Station an unserer Schule, diesmal mit dem Stück „Zeus donnert und blitzt“, das sich erst seit kurzem in ihrem Repertoire befindet und mit dem sie den Versuch unternimmt, einem jungen Publikum wichtige Figuren und Geschichten aus der griechischen Mythologie nahezubringen.
Im Mittelpunkt des Theaterstücks steht der Krieg zwischen Trojanern und Griechen, ausgelöst nicht zuletzt durch das banale Gefühl verletzter Eitelkeit: Die drei Göttinnen Hera, Athene und Aphrodite erheben Anspruch auf den goldenen Apfel und damit auf den Titel der „Schönsten“, und weil Hera bei der Entscheidung durch den Trojaner Paris leer ausgeht, verkündet sie unheilvoll: „Troja soll untergehen!“ Auch Menelaos, der König der Spartaner, ruft aus persönlichen Gründen zum Krieg auf. Seine Frau Helena wurde entführt, um fortan mit dem Trojaner Paris zu leben – eine bittere Angelegenheit sicherlich. Aber muss deshalb, fragt man sich als mitfiebernder Zuschauer, ein Krieg vom Zaun gebrochen werden und muss sich wieder einmal sofort Kriegsbegeisterung die Bahn brechen („Auf nach Troja, auf nach Troja, wünscht uns Ehre, Ruhm und Sieg!“)?
Dies alles erinnert fatal an kriegerische Auseinandersetzungen der Gegenwart, was von der „Neuen Werkbühne“ auch beabsichtigt ist. Durch das geschickte Einspielen der Tagesschau-Melodie und nachfolgender Nachrichten wie „Heftige Kämpfe mit … vielen Toten und Verletzten“ wird deutlich, dass sich die Welt nicht wirklich geändert hat.
Abschließend lässt sich festhalten, dass unsere 6. und 7. Klassen eine temporeiche Theateraufführung erlebten, der zu folgen nicht immer ganz leicht war, die aber durch die Spielfreude der Schauspielerinnen und Schauspieler glänzte und bei der Lichteffekte und Musik wie gewohnt sehr gewinnbringend eingesetzt wurden.

Christian Stemplinger