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Staatliche Realschule Berching
Uferpromenade 14
92334 Berching
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„Achtung Auto“


Das Aktionsprogramm des ADAC bietet praxisorientierten Verkehrserziehungsunterricht für unsere Fünftklässler.
Kindern fehlt aufgrund ihrer geringeren Körpergröße oft der Überblick im Straßenverkehr. Zudem unterschätzen sie, dass Fahrzeuge nicht sofort anhalten können, da jeder Verkehrsteilnehmer einen Reaktionsweg hat. Für sicheres Verhalten sind daher die richtige Einschätzung von Gefahrensituationen, gutes Reaktionsvermögen und grundlegende physikalische Kenntnisse entscheidend.
Das Programm vermittelt den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionsweg, Bremsweg, Fahrbahnbeschaffenheit und Anhalteweg durch praktische Übungen und aktive Beteiligung der Schüler – sowohl aus der Perspektive von Fußgängern als auch von Mitfahrern im Auto. Weitere Inhalte sind das Gefahrenpotenzial digitaler Medien und das Erleben einer Notbremsung.
Die Schülerinnen und Schüler erkennen zunächst, dass selbst beim Laufen kein sofortiges Anhalten möglich ist. Beim ersten Versuch sprinten sie auf eine Ziellinie zu und markieren ihren Haltepunkt. Anschließend stoppen sie auf ein Signal hin, wodurch sich ihr Anhalteweg verlängert. So wird die Formel „Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg“ erarbeitet. Dieses Wissen übertragen die Kinder auf Autos und schätzen den Anhalteweg bei 50 km/h ein – oft mit überraschendem Ergebnis, da sich viele verschätzt haben und im Ernstfall vermutlich schwer verletzt worden wären.
Die Schülerinnen und Schüler bekamen nun die Möglichkeit, als Beifahrer die Situation einer Notbremsung zu erleben. Vorab wurden sie über die Bedeutung eines ordnungsgemäß angelegten Gurtes sowie eines Kindersitzes informiert. Anschließend demonstrierte der „ADAC-Teddy“ welche Gefahren von einer Notbremsung im nicht angeschnallten Fahrzeug bereits bei einer geringen Fahrgeschwindigkeit ausgehen.
Auch im Straßenverkehr sind moderne Kommunikationsmittel – wie das Smartphone – nicht mehr wegzudenken. Gerade Kinder sind als ungeschützte Verkehrsteilnehmer bei einem Unfall als Fußgänger oder Radfahrer stark gefährdet. Im praktischen Teil erfuhren alle, dass bei Ablenkung durch die Benutzung eines Handys Gefahren erst viel später wahrgenommen werden.

Christian Kastl